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5 Dinge, die Zuwanderer an Österreichern nicht mögen

Zuwanderer finden Österreicher unfreundlich
Bild: Kein Anbieter/Archiv (Symbolbild)
Bei der "Expat Insider"-Studie kommen die Österreicher nicht wirklich gut weg. Das sind die Gründe, warum die Bevölkerung ein schlechtes Image bei Zuwanderern hat.
Wie "heute.at" berichtete, wird die heimische Bevölkerung von Zuwanderern als distanziert und unfreundlich empfunden.

Und auch wenn die Expats, also Ausländer, die hier leben und arbeiten, Österreich durchaus schätzen, tun sie sich mit den Einheimischen sichtlich schwer.

"heute.at" hat sich die Aussagen der Zuwanderer in der "Expat Insider"-Studie des Expat-Netzwerks Internations einmal genauer angesehen und nennt fünf Gründe, warum die Alpenrepublik so ein schlechtes Image hat.

1. Die Sprache

"Deutsch ist eine schwere Sprache, besonders wenn man Englisch spricht, denn die Leute verstehen zwar Englisch, aber man kommt damit im Alltag und im Beruf trotzdem nicht weit" - schildert ein Pakistaner seine Probleme.

Auch bei den Aussagen anderer Zuwanderer ist herauszulesen, dass viele mit der Sprachbarriere zu kämpfen haben. Zwar würden viele Einheimische Englisch verstehen, würden sich dann aber lieber auf Deutsch unterhalten wollen.

2. Umgang mit Menschen

Beim Thema "Freundlichkeit" haben die Österreicher scheinbar ebenfalls noch ein wenige Aufholbedarf. So sagt Mann aus Großbritannien: "Die Österreicher könnten etwas freundlicher sein, besonders im Dienstleistungsgewerbe. Es scheint eine allgemeine Ungeduld und Intoleranz gegenuber den Kunden zu herrschen, besonders unter der einheimischen Bevölkerung."

3. Schwierige Jobsuche

Ein weiterer Kritikpunkt, weshalb Österreich nicht wirklich gut abschneidet, betrifft die Suche nach Arbeit. Demnach wäre es für Zuwanderer äußerst schwierig, selbst mit hohem Bildungsniveau in Österreich Arbeit zu finden. "Man muss die Ausbildung/das Studium wiederholen, und erst wenn man ein österreichisches Zeugnis hat, wird man akzeptiert", erklärt beispielsweise ein Armenier. Zudem würden viele Unternehmen generell keine "Expats" einstellen und kaum Möglichkeiten zur Weiterbildung anbieten.

4. Unmögliche Öffnungszeiten

"Die unrealistischen Ladenöffnungszeiten: sonntags ist alles geschlossen", ärgert sich ein Zuwanderer aus Pakistan. Vor allem, dass die meisten Geschäfte am Sonntag nicht offen haben, ist für viele nicht nachvollziehbar. In anderen Großstädten sei dies hingegen eine Selbstverständlichkeit. Auch der Kundenservice sowie das teure Leben werden kritisiert.

5. Rauchen

"Es wird zu viel geraucht! Fast jeder hier raucht, und es ist auch noch in Bars und Restaurants erlaubt. Mein Sozialleben hat bereits darunter gelitten, denn ich hasse es, in einer Wolke aus giftigem Passivrauch zu leben", bringt ein Amerikaner seine Kritik auf den Punkt.

Generell scheint das Thema Rauchverbot auch Zuwanderer ordentlich zu beschäftigen. Viele würden sich ein solches nämlich offenbar wünschen und können nicht verstehen, warum dies noch nicht in Restaurants eingeführt wurde.

Viele positive Punkte

Doch bei all den Kritikpunkten gibt es auch viele Bereiche, in denen Österreich bei den Expats sehr gut wegkommt. So liegt die Alpenrepublik in den Kategorien Familienleben, Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem und Lebensqualität ganz weit vorne im Feld. (red)

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