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Bei Umbauarbeiten

Römischer Goldschatz unter altem Kino entdeckt

Seit 1871 trampelten Theater-Besucher ohne es zu wissen über einen Schatz. Im Erdreich unter dem Gebäude waren Goldmünzen von unschätzbarem Wert vergraben.
Bauarbeiter haben in der norditalienischen Stadt Como am vergangenen Mittwoch wohl die Entdeckung ihres Lebens gemacht. Beim Umbau des historischen Cressoni-Theaters stießen sie im Fundament auf einen steinernen Krug voller Goldmünzen – in prägefrischem Zustand.

Hunderte Münzen aus der Spätphase des Römischen Reichs waren in einer ungewöhnlich geformten Amphore aus Speckstein vergraben. Nach Schätzung des ansässigen Archäologe Luca Rinaldi, dürfte der wie nagelneu wirkende Schatz im 5. Jahrhundert nach Christus geprägt worden sein. Wie lange er vergraben war, das weiß niemand.

Nach den Schätzungen von italienischen Medien könnten die Münzen mehrere Millionen Euro wert sein. "Wir können den Wert nicht genau beziffern, weil es nichts Vergleichbares auf dem Markt gibt", erklärt Rinaldi gegenüber "Qui Como": "Es ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Fund und schon alleine deshalb von unschätzbarem Wert."

"Wir kennen die historische und kulturelle Bedeutung der Entdeckung noch nicht", zeigte sich auch Kulturminister Alberto Bonisoli via Facebook begeistert: "Es ist eine Entdeckung, die mich mit Stolz erfüllt."

(rcp)



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