Ex-Ski-Star verrät

Hans Knauß erhielt als ORF-Experte Morddrohung

In der Schweiz wurde ein TV-Experte wegen einer positiven Doping-Probe gefeuert. Hans Knauß machte andere schwierige Erfahrungen.
Eine Dopingsperre riss Hans Knauß 2005 aus seiner aktiven Ski-Karriere. Der ehemalige ÖSV-Star stolperte über ein Nahrungsergänzungsmittel, wurde 18 Monate gesperrt und schnallte sich daraufhin die Rennski ab.

Stattdessen heuerte er beim ORF als Experte bei den Live-Übertragungen an. Mittlerweile ist der sympathische Steirer bei den Ski-Rennen im heimischen TV kaum mehr wegzudenken. So selbstverständlich war seine Tätigkeit als Experte aber nicht immer.

Morddrohung gegen Knauß



In der Schweiz sorgt dieser Tage der Rauswurf von TV-Experten Martin Grab für Aufregung. Der 38-Jährige kommentierte für das SRF "Schwingen". Schwingen ist eine Variante des Freistilringens, die in der Schweiz sehr beliebt ist. Grab wurde auf die verbotene Substanz Tamoxifen getestet. Das SRF setzte ihn vor die Tür.

Die Schweizer Zeitung "Blick" befragte Knauß nach dessen Erlebnissen als Experte, nachdem er eine positive Dopingprobe abgegeben hatte.

Er habe der Kommission der FIS bewiesen, "dass ich nie vorsätzlich ­gedopt habe, später hat mich auch der Internationale Sportgerichtshof CAS von der Vorsätzlichkeit freigesprochen."

Dennoch peitschte ihm in den ersten Wochen als Experte ein rauer Wind entgegen: "Ich habe einige sehr böse ­Schreiben erhalten. Ein Brief kam ­einer Morddrohung gleich. Natürlich musste ich mir in der ­Anfangszeit auch viele böse Sprüche von Betrunkenen anhören, wenn ich in ein Lokal ­hineingegangen bin. Rückblickend betrachte ich diese Phase aber als eine sehr gute Lebensschule."

(Heute Sport)

; Akt: