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Neben "Dieb" und "Lügner"

Williams schimpft Referee nach Ausraster "Sexist"

Im Finale der US Open verlor Serena Williams die Nerven und attackierte den Schiedsrichter wüst. Auf der Pressekonferenz legte sich nochmals nach.
Serena Williams zeigt nach ihrem jetzt schon legendären Ausraster im Finale der US Open keinerlei Reue – im Gegenteil.

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Williams verliert Skandal-Finale nach Schiri-Kritik

Vor versammelter Journalisten-Menge ritt die 36-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem verlorenen Endspiel weitere Attacken gegen den Referee, der sie erst dreimal verwarnte, ehe er ihrer Gegnerin Naomi Osaka erst einen Punkt, dann ein Game zusprach.

"Das fühlt sich für mich sexistisch an"



"Ich habe andere Männer gesehen, die andere Dinge zu anderen Schiedsrichtern gesagt haben", erklärte die US-Amerikanerin eine Stunde nach dem 2:6, 4:6. "Ich bin hier, um für Frauenrechte, Gleichberechtigung und all das zu kämpfen. Ich habe ihn als Dieb bezeichnet, weil er mir ein Spiel weggenommen hat, das fühlt sich für mich sexistisch an. Einem Mann hätte er dafür nie ein Spiel weggenommen."



Fakt ist aber, dass Williams völlig zu Recht wegen "unerlaubten Coachings" ein erstes Mal verwarnt wurde. Ihr Trainer Patrick Mouratoglou gab das Vergehen später zu, meinte aber, dass Williams nichts davon mitbekommen hatte. Auch die zweite Verwarnung nach dem Zertrümmern ihres Schlägers war eine richtige Entscheidung des Schiedsrichters.

Und dennoch applaudierten die anwesenden US-Journalisten Williams auf der Pressekonferenz für ihr kuriose "Rechtfertigung". Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin sah sich dadurch in ihrem Verhalten bestätigt: "Das, was ich erdulden muss, ist ein Beispiel für die nächste Person, die ihre Emotionen ausdrücken will, um eine starke Frau zu sein. Nach heute werden sie es dürfen. Vielleicht hat es nicht für mich funktioniert, aber es wird für die nächste funktionieren."



(Heute Sport)

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