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Vor Davis Cup

Thiem: "Williams nützte ihre Mutterrolle aus!"

Tennis-Ass Dominic Thiem ist nach seinem starken Auftritt bei den US Open zurück in Österreich. Der Tennis-Star über den Davis Cup und Serena Williams.
Dominic Thiem ist zurück in Österreich und hat zwei Heimspiele vor der nach den US Open wieder breiteren Brust: Ab Freitag spielt Thiem mit Österreich im Davis Cup in Graz gegen Australien. "Es ist eine offene Partie. Ich hoffe, dass mir das Nadal-Match einen Boost gibt und ich besondere Tennis-Matches in Österreich folgen lasse."

Material-Tests vor Davis Cup

Die Umstellung von Hartplatz bei den US Open auf Sand sei kein Problem: "Ich bin auf Sand aufgewachsen. Ein, zwei Rutscher – dann passt das." Montag und Dienstag trainiert Thiem in der Südstadt, testet dabei neue Saiten von Babolat, ab Mittwoch bereitet er sich in Graz auf den Länderkampf vor.



"Ich werde in Wien frisch sein"



Es gibt noch ein zweites Heimspiel für Österreichs Tennis-Ass in diesem Jahr. In 42 Tagen schlägt Thiem bei den Erste Bank Open (der Hauptsponsor verlängerte um zwei Jahre) in der Wiener Stadthalle (ab 20.10.) auf. Thiem hat den Turnierplan im Herbst geändert, um frischer beim Heimturnier zu sein. "Ich musste etwas tun. Ich habe die letzten zwei Jahre schwach gespielt. Das will ich ändern."

Thiem spielt weniger Turniere, in Asien nur Shanghai. Nach dem Davis Cup und St. Petersburg legt er noch einen Fitness-Block ein.

"Ich war die letzten Jahre im Herbst nicht frisch, dieses Jahr werde ich es sein." Das Ziel: natürlich das Masters in London.

Thiem in Wien an Nummer zwei gesetzt

In Wien ist Thiem an Nummer zwei gesetzt. Hinter Grigor Dimitrov (Bul). Das Feld ist stark besetzt: Hinter Thiem folgen Anderson (RSA), Isner (USA), Nishikori (JAP), Schwartzman (ARG), Edmund (GB). Auch Kyrgios (AUS), Khachanov (RUS) oder Vorjahressieger Pouille spielen in Wien. Der Cut-off wird bei 35 oder 40 im Ranking liegen. "Unfassbar gut", meint Thiem.





Nadal und Djokovic bleiben Thema


Auch ein Superstar könnte noch kommen. Weil Novak Djokovic (SER) und Rafael Nadal (SPA) um die Nummer eins rittern könnten, hofft Turnierdirektor Herwig Straka auf eine späte Zusage. Thiem hält das für möglich. "Ich hoffe aber, sie sind dann in der anderen Raster-Hälfte", grinst er.

Das größte Lob von Thiem nach der Schlacht mit Rafael Nadal kam übrigens vom Gegner selbst. "Unfassbar wie er sich verhalten hat. Er war so fair. Er ist der größte Sportsmann. Ein Vorbild für den Rest der Welt", schwärmt der 25-Jährige.

"Williams hat ihre Rolle als Mutter ausgenützt"

Weniger gut fand er den Auftritt von Serena Williams im Damen-Finale der US Open. Sie bezeichnete Referee Carlos Ramos als "Dieb" und "Lügner", warf ihm dann "Sexismus" vor. Williams berief sich dabei auf ihre Rolle als Mutter. "Ich bin eine Mutter, ich habe noch nie betrogen." Der Referee machte freilich keinen Fehler, sprach Verwarnungen wegen unerlaubten Coachings (für Thiem gehört die Regel geändert) und einen zertrümmerten Schläger aus. Als ihn Williams beleidigte, sprach er ein Strafgame aus. Thiem hat das Finale nicht im TV gesehen – im Gegensatz zum Herren-Endspiel, bei dem er die ersten zwei Sätze verfolgte – hat er aber eine klare Meinung: "Mir hat es nicht getaugt, wie Williams ihre Rolle als Mutter ausgenützt und den Schiedsrichter da bloß gestellt hat. Das gehört nicht auf den Tennisplatz. Es gibt glaub ich, viele Mütter auf der Welt, die nicht so einen Wohlstand haben wie sie."



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