Formel 1

Toto Wolff sauer

Mercedes schlägt Alarm wegen Vettels PS-Monster

Beim erfolgsverwöhnten Formel-1-Team von Mercedes rauchen die Köpfe. Rivale Ferrari hat mehr Motoren-Power.
Beim Team Mercedes schrillen die Alarmglocken. Zu überlegen war Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bei seinem fünften Saisonsieg am Wochenende in Spa. In der WM-Wertung ist der Vorsprung von Lewis Hamilton auf 17 Punkte geschrumpft.

Der Ferrari ist nach der Sommerpause das mit Abstand stärkste Auto, bei Mercedes schwächelt dagegen nicht nur der Motor.



Dritte Motor-Ausbaustufe von Ferrari

Mercedes-Motorsportboss Toto Wolff wollte nach dem 13. von 21 Saisonrennen nichts schönreden. ""Lewis wurde von Sebastian Vettel auf der Geraden geschluckt. Wir sind nicht da, wo wir sein wollen. Ich sehe nicht viel Positives." Das Problem: zu wenig Power.

Der Schlüssel dafür könnte die dritte Motoren-Ausbaustufe sein, die Vettel in Belgien unwiderstehlich vorbei an Hamilton zum Sieg trieb. "Wir haben den Motor bis an die Grenze aufgedreht, und sie sind einfach davongezogen. Das wirkt nach und ist echt hart", sagt Hamilton.

"Sie hatten nicht das Auto, um mehr zu erreichen"



Technikchef James Allison ließt etwas tiefer in die Problemlage blicken: "Es lässt sich nichts schönreden: Wir wurden von einem schnelleren Team geschlagen, das uns auf beiden Reifenmischungen davonfahren konnte. Nach der Leistung im Qualifying war das sehr enttäuschend." Nachsatz: "Die Leistungen der Fahrer waren gut, aber keiner hatte ein Auto, um mehr zu erreichen."



Hamilton: "Sie haben ein paar Tricks im Auto"

Hamilton überraschte das nicht: "Für mich war es keine Überraschung. Er ist an mir vorbeigefahren, als wäre ich überhaupt nicht da gewesen." Verantwortlich macht der Brite dafür die Motorenleistung. "Ich kann nicht immer Wunder vollbringen. Wir müssen einfach härter arbeiten."

"Sie haben ein paar Tricks im Auto", meinte Hamilton weiter – für seine Verhältnisse ungewöhnlich mürrisch. Der Brite sah sich Vettels Ferrari im Parc ferme ganz genau an.

Jetzt kommt Vollgas-Kurs Monza

Ausgerechnet vor dem Ferrari-Heimspiel auf dem Vollgas-Kurs in Monza spürt der Titelverteidiger ein erstaunliches Tempo-Defizit gegen Vettels roten PS-Protz.

Darauf haben die Tifosi in Monza lange warten müssen. In den vergangenen vier Jahren startete Hamilton im Königlichen Park immer von der Pole Position und fuhr dreimal zum Sieg. Für den letzten Ferrari-Heimerfolg sorgte Fernando Alonso 2010.

(Heute Sport)

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