Wien

"Volle Klassen, wenig Zeit": Eltern rufen zu Demo auf

Am 21. Juni ruft die Elterninitiative "Bessere Schule Jetzt" zur Demonstration auf. Kritik gibt es an überfüllten Klassen und fehlenden Förderungen. 

08.06.2022, 22:55
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Die Elterninitiative "Bessere Schule Jetzt" ruft am 21. Juni zur Demonstration auf. Von Stadt und Bund fordert man "Geld, das in Klassenzimmern ankommt".
Getty Images/iStockphoto/Symboldbild

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie kritisiert die Elterninitiative "Bessere Schule Jetzt" immer schlechter werdende Rahmenbedingungen an Pflichtschulen. Klassen würden immer voller, in der Ganztagsschule käme es zur harten Trennung von Unterricht und Freizeitbetreuung, gesicherte Stundenkontingente für besondere pädagogische Projekte gäbe es keine und den Mehrstufenklassen drohe das Aus.

Für Ärger sorgen auch fehlende Förderungen von Kindern abseits von Sprachförderung sowie Lehrermangel. "Pädagogen haben immer weniger Ressourcen für qualitativ pädagogische Arbeit, gleichzeitig immer mehr administrative Aufgaben, zu wenig Unterstützung von zusätzlichem Personal wie Schulpsychologen und keine Gestaltungsfreiheit durch fehlende Schulautonomie", heißt es. 

Durch neues System fehle "Planungssicherheit und Transparenz"

Auch an der Wiener Lehrerzuteilung gibt es – nicht zum ersten Mal – Kritik. Bereits im Vorjahr gingen Eltern und Lehrer gegen das neue System auf die Straße. Geplant ist ein Basiskontingent aufgrund der Schülerzahl. Für größere Klassen bekommt eine Schule mehr Posten. Zudem gibt es Mittel für vorgegebene pädagogische Projekte. Standorte mit vielen Schülern mit Förderbedarf sollen durch einen "Mini-Sozialindex" mehr Mittel bekommen. "Mangelverwaltung" bedeutet das System für die Elterninitiative, Planungssicherheit und Transparenz würden fehlen, berichtet "vienna.at". Viele Wiener Pflichtschulen wüssten nicht, wie es im Herbst weitergeht und ob man bewährte pädagogische Konzepte weiterführen kann. 

Für 21. Juni ruft die Initiative zur Demonstration auf. Start ist um 16 Uhr im Rathauspark. Von Stadt und Bund fordert man "mehr Geld, das auch in den Klassenzimmern ankommt", schnelle Investitionen, echte Inklusion und qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit mit Kindern.

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