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Schläger-Gang will Kinder in Wiener Park abstechen

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Anwalt Nikolaus Rast vertritt Opfer; einer der Rädelsführer"Heute", Denise Auer
Erschütternde Gewaltexzesse spielen sich derzeit im Währinger Park in Wien ab. Eine Bande verprügelt kleine Kinder, will Geld. Es gibt Morddrohungen.

Die Vorfälle begannen am 21. April. Da wurde am helllichten Tag erstmals ein minderjähriges Kind von einer unbekannten Schlägertruppe im Wiener Währinger Park bedroht, hochgehoben und weggeschleudert. Die Begründung: Der Kleine skate zu schlecht und solle sich "schleichen". Eine Woche später folgte die nächste Auseinandersetzung – da wurde bereits eine Morddrohung ausgesprochen.

Star-Anwalt Rast: "Kinder bedroht"

Das junge Opfer (11) vertraute sich seinen Eltern an. Anwalt Nikolaus Rast hat die Causa übernommen und sagt zu "Heute" (siehe  Videointerview): "Die Opfer sind kleine Kinder – wir sprechen von 10-, 11-, 12-Jährigen, die hier massiv bedroht und eingeschüchtert werden." Laut dem renommierten Wiener Juristen handle es sich "um eine Gruppe von Tätern mit Migrationshintergrund, die hier Kinder bedrohe und die Fäuste sprechen lassen würde.

Am 28.4. gegen 16.00 Uhr eskalierte die Lage völlig. Ein Kind wurde mit den Worten: "Ich stech dich ab, gib mir dein ganzes Geld" bedroht, eingeschüchtert und zum Kampf aufgefordert. Rast: "So läuft es dort jetzt mittlerweile beinahe jeden Tag ab. Die Kids werden eingekreist und umzingelt. Sie haben Todesangst."

Acht weitere Opfer

Worum es der Schlägerbande gehe? "Sie wollen zum einen signalisieren: 'Das ist unser Park, hier sind wir die Herrscher'", mutmaßt Rast. Und: "Sie wollen sich Geld beschaffen." Mehrere Eltern haben bereits die Polizei alarmiert; Rast für seinen Klienten auch bereits Strafanzeige erstattet. Seither gab es "noch mindestens acht neue Fälle", erzählt der Jurist. "Hier wurden weitere Kinder geschlagen und bedroht."

Zum Besseren hat sich bisher nichts gewendet: "Die Polizei scheint machtlos zu sein", resümiert Rast. "Beamte konnten zwar einige Täter stellen. Diese waren aber – oh Wunder – maximal 13 Jahre alt und somit strafunmündig. Die Älteren konnten rechtzeitig entkommen."

"Kulturelle Differenzen nicht unüblich"

Auf "Heute"-Anfrage bestätigte die Wiener Polizei, dass es im Bereich des Währinger Parks Ende April "einen polizeilich aktenkundigen Vorfall in Zusammenhang mit Vorwürfen der Körperverletzung" gab. Die LPD Wien lässt weiters wissen: "Es gibt mehrere Beschuldigte, darunter auch unmündige Personen." Die Personen seien namentlich mittlerweile bekannt, die Ermittlungen laufen. Ein Sprecher erklärt: "Unmündige sind nicht strafbar, die Polizei berichtet dennoch an die zuständige Staatsanwaltschaft, die dann über das Verfahren (z.B. Einstellung, etc.) entscheidet."

Darüber hinaus sei es laut der Polizei "in einer Großstadt nicht unüblich", dass es "auf Grund kultureller Differenzen auch immer wieder mal zu Spannungsfeldern und Auseinandersetzungen kommen" könne.

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