Politik

Ohne Extrakosten

Ministerien flogen um 4,5 Millionen Euro

Kurz (li.) mit seinem Strategiechef Schallenberg
Bild: Kein Anbieter/keine Quellenangabe
Im ersten Halbjahr 2018 gaben Ministerien 4,5 Mio.€ für Flüge aus. Am billigsten war Straches Vizekanzleramt unterwegs, am teuersten Köstingers Umweltressort.
Regierungspolitiker fliegen seit den Amtsantritt von Sebastian Kurz (VP) Economy nicht Business Class. Meistens. Die Menge an Linienflügen und die – in Ausnahmefällen – gecharterten Bedarfsflieger gehen trotzdem ins Geld: Von Jänner bis Juni 2018 wurden 4,5 Millionen Euro verflogen. Nicht von den Politikern allein sein angemerkt, sondern von den gesamten Ministerien. Das ergab die Beantwortung einer Serien-Anfrage der SPÖ.

Umweltministerium mit höchsten Flugausgaben

Mit 627.985 Euro flog das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (VP) am teuersten. Sie selbst verrechnete für 13 Flüge 14.751 Euro (s.u.). Außenministerin Karin Kneissl (FP) gab an, nur als "Begleitung von Staatsbesuchen" Business zu nutzen. Kurz charterte bisher drei Mal "aufgrund zwingender terminlicher Vorgaben" Bedarfsflieger.

Extrakosten (Bordkäufe, Lounges) werden von den Ressorts nicht getragen. Ausnahmen: Heeresminister Kunasek (FP) verbuchte für 13 Personen Bordeinkäufe um 240 Euro. Das Ressort von Justizminister Moser (VP) verrechnete Lounge-Zutritte um 314 €, das von Innenminister Kickl (FP) um 5.831 Euro, „seine" Staatssekretärin Edtstadler (VP) 475 Euro. (uha)



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