Politik

Wirtschaftskammer-Chef

Mahrer fordert mehr ausländische Fachkräfte

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer
Bild: Kein Anbieter/picturedesk.com
Wirtschaftskammer-Präsident Mahrer reichen die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung des Fachkräftemangels nicht.
Der Fachkräftemangel in Österreich ist ein großes Problem. Die Maßnahmen der türkis-blauen Regierung sind Harald Mahrer, Chef der Wirtschaftskammer (WKO), nicht genug.

Es fehle eine "verdammt große Zahl" an qualifizierten Arbeitskräften, so Mahrer am Dienstag. Seine Schlussfolgerung daraus: "Wer glaubt, ohne qualifizierte Zuwanderung auszukommen, der irrt", sagte der ÖVP-Job-Multitasker. Die von der Regierung gepriesene Rot-Weiß-Rot-Card für die Zuwanderung aus Drittstaaten – also solchen außerhalb der EU – sei zu bürokratisch und die Mangelberufsliste ebenso, kritisierte Mahrer. "Kleine Einzelmaßnahmen" würden jedenfalls nicht helfen.

"Schwerpunkt bei Lehrlignsausbildung"

Den Zuzug von Menschen aus Drittstaaten auch für Lehrlinge zu ermöglichen, sieht Mahrer zumindest als "letzte Möglichkeit". Vielmehr sei es bei der Lehrlingsausbildung notwendig, einen klaren Schwerpunkt zu setzen. Der von seinem Parteifreund und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigte "Jobgipfel" könne nur ein "erster Schritt" sein, sagte Mahrer.

Bei der Einführung der Möglichkeit des Zwölfstundentages und der 60-Stunden-Woche mit 1. September gebe es bisher hingegen keine Erfahrungswerte, so der WKO-Präsident. (red)

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