Politik

In Türkei inhaftiert

Kurz und Kneissl fordern Freiheit für Journalisten

Nach der Inhaftiertung des österreichischen Journalisten Max Zirngast in der Türkei fordern Kanzler und Außenministerin dessen sofortige Freilassung.
Der Politikwissenschafter und Journalist Max Zirngast wurde diese Woche in der Türkei in Haft genommen. Laut einem Magazin, für das er als Journalist tätig war, erheben die türkischen Behörden den Vorwurf der Terror-Komplizenschaft.

Zirngast hatte kritisch über das Verhältnis zwischen der Türkei und der PKK sowie die türkische Opposition geschrieben. Sowohl Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als auch Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) forderten am Dienstagabend bzw. Mittwoch die sofortige Aufklärung der Vorwürfe gegen den Österreicher und dessen umgehende Freilassung.

"Österreich steht bedingungslos zur Presse- und Meinungsfreiheit", teilten Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal und Kneissl auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Zuvor hatten bereits der Österreichische Journalisten-Club und die Journalisten-Gewerkschaft GPA gegen die Inhaftierung des Österreichers protestiert. Das Magazin "re:volt" hatte am Dienstag von der Festnahme Zirngasts berichtet.



Repressalien gegen Journalisten und Opposition

Seit dem Putschversuch von 2016 geht die AKP-Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zusehends autoritärer gegen unliebsame Medien und Oppositionelle vor. Immer wieder werden seitdem vor allem kurdische Oppositionspolitiker und einheimische wie ausländische Journalisten unter dem Vorwurf der Komplizenschaft mit einer Terrororganisation monatelang inhaftiert.

(red)

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