Politik

Nach Kritik an Regierung

FP-Vilimsky: Kern "spielt beleidigte Leberwurst"

Christian Kern hat beim SPÖ-Landesparteitag im Burgenland scharfe Kritik an der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung geübt. Das ließ sich FP-Generalsekretär Vilimsky nicht gefallen.
Hans Peter Doskozil wurde am Samstag beim SPÖ-Landesparteitag in Oberwart zum neuen SPÖ-Parteivorsitzenden gewählt. Er wird damit Nachfolger von Hans Niessl, der nach 18 Jahren als Landeschef im Februar 2019 zurücktreten wird - "heute.at" berichtete.

SP-Chef Christian Kern war in seiner Ansprache voll des Lobes und bedankte sich in seiner Rede bei Niessl. Er sprach von einem "Tag mit Wehmut und Zuversicht".

Während der Ex-Kanzler den langjährigen Landeshauptmann des Burgenland lobte, hatte er für die aktuelle Bundesregierung nur wenig Anerkennung übrig. Stattdessen nutzte er seine Rede auch, um ÖVP und FPÖ ordentlich zu kritisieren.

"Wir wollen kein Chemnitz in Österreich"

Die Bundesregierung würde eine Politik betreiben, die den Menschen das Blaue vom Himmel verspreche. Zudem müsse man aufpassen, so Kern: "Wir erleben gerade, dass sich die Grenzen des Anstandes und dessen, was wir in unserem Land für gerecht halten, verschieben."

Speziell den Freiheitlichen warf der SP-Chef vor, die Bevölkerung zu verhetzen. Mit diesem Verhalten würden sich die Grenzen zu verschieben beginnen. "Wir wollen kein Chemnitz in Österreich haben, wir wollen keine grölenden Nazis in unseren Straßen", erklärte Kern.

FPÖ kontert

Die heftige Kritik an der Bundesregierung ließ sich FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky nicht gefallen und konterte: "SPÖ-Kern zeigt auch heute wieder, dass er den Verweis der Wählerinnen und Wählern auf die Oppositionsbank noch immer nicht verkraftet hat."

Und: "Anstatt konstruktiv aus der Opposition für Österreich mitzuarbeiten, spielt er die beleidigte Leberwurst und setzt auf eine rot-grüne Politik."

Für Vilimsky sei es zudem auch kein Wunder, dass "sich in seiner eigenen Partei immer mehr Widerstand am eigenen Parteichef regt". (wil)

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