Politik

Bundeskanzler Kurz

"Chemnitz wäre in Österreich nicht denkbar"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).
Bild: Kein Anbieter/picturedesk.com
In einem Interview spricht der Kanzler über Chemnitz, "unnötige Entgleisungen" und den Brexit.
"Vorfälle wie in Chemnitz wären in Österreich nicht denkbar", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) über die Stimmung im Land. Er äußerte sich im Rahmen eines Interviews mit dem "Spiegel", in dem er auch "unnötige Entgleisungen" anderer Parteien kritisierte.

Dabei seien Hakenkreuze an die Wände von Häusern von Abgeordneten gemalt oder Grabkerzen davor aufgestellt worden. Das sei aber alles noch im Rahmen: "Vorfälle wie in Chemnitz wären in Österreich nicht denkbar", führt Kurz weiter aus.

Zu den Vorwürfen, dass er bei Entgleisungen der FPÖ kein Machtwort spreche, meinte der Kanzler nur: "Ich bin Bundeskanzler und nicht Chefkommentator, ich versuche, andere nicht schlechtzumachen."

Brexit und Migration

Für das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. September in Salzburg wünscht sich der Kanzler, mit dem Brexit voranzukommen. Er drängt auf eine schnelle Vereinbarung um nach Möglichkeit bereits einen ersten Vorschlag der Kommission beim Treffen in Salzburg auf dem Tisch liegen zu haben.

Ein ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU bedeute "massiven Schaden für beide Seiten". Auch für eine Lösung der "Migrationskrise" trommelt Kurz und peilt einen EU-Gipfel mit afrikanischen Staaten im Dezember an.

Augenblicke vor dem Interview erfuhr Kurz laut "Spiegel", dass er auf seinem Zwölf-Stunden-Flug nach Asien in der Economy Class sitzen wird. Seine Reaktion: "Naa, wirklich?" Der Kanzler hatte sich bald aber wieder im Griff und stellte sich den Fragen der Journalisten.

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(red)

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