Wien

Nahe Ostbahnbrücke

Mann lebte acht Jahre lang unentdeckt im Prater

Acht Jahre lang lebte der Rumäne unentdeckt zwischen den Bäumen nahe der Ostbahnbrücke.
Bild: Kein Anbieter/Wiener Naturwacht
Durch den Hinweis eines Passanten stieß die Wiener Naturwacht das illegale Versteck eines Obdachlosen. Seit acht Jahren hauste der Mann bereits im Wald.
Plastiksackerl, Kübel und eine improvisierte Kochstelle – der etwa 40-jährige Rumäne hatte sich an einer Mauer bei der Wiener Ostbahnbrücke schon häuslich eingerichtet.

Das gut getarnte Versteck konnte durch den Hinweis eines Passanten durch die Wiener Naturwacht ausgeforscht werden. Dort angekommen stießen die "Freunde des Wiener Lebensraums" nicht nur auf den Hausrat des Obdachlosen, sondern auch den Mann selbst. Dieser wirkte entgegen der Umstände recht gepflegt und sprach "relativ gut Deutsch".

"Es geht um die Hygiene"

Doch in seiner illegalen Behausung kann der Rumäne nicht bleiben. "Es geht um die Hygiene. Wo wird der Müll entsorgt? Zudem besteht Brandgefahr", erklärte Naturwacht-Leiter Tony Rei. Im Winter habe der Mann vermutlich im Pumpwerk Simmering Zuflucht vor der Kälte gesucht.

Die Wiener Behörden wurden eingeschalten. Sozialarbeiter sollen jetzt dem Obdachlosen ein Dach über dem Kopf verschaffen.

(red)

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