Wien

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Mann (49) drohte mit Mord an Strache und Bombe

Anwalt Florian Höllwarth (mi.) vertrat den 49-Jährigen (re.) vor Gericht.
Bild: Kein Anbieter/Daniel Schreiner, Denise Auer
Ein 49-jähriger Wiener schickte dem AMS Wien eine Bomben- und der FPÖ eine Morddrohung, er bekam eine bedingte Haftstrafe.
Über das Online-Kontaktformular drohte ein 49-Jähriger im August des Vorjahres dem AMS Wien mit einer Bombe. Gespickt mit Rechtschreibfehlern, tiefen Schimpfwörtern und mit einem "Heil Hitler" zum Schluss teilte er in der Nachricht mit, dass er eine Bombe platziert habe, die nächste Woche losgehen werde. Er gab dabei die Kontaktdaten eines Mitarbeiters einer Partner-Einrichtung des AMS an.

Im Oktober ließ er auch der FPÖ eine Nachricht über ein Formular zukommen, stellte darin eine Reihe abstruser Forderungen und beendete das Schreiben mit: "wenn ihr das nicht einhaltet werde ich zu euch kommen und euren Strache ermorden." Dabei gab er erneut die Daten des unbeteiligten Mitarbeiters an.

Im November schickte er noch eine weitere Nachricht an die FPÖ in der er die Mitglieder als "Judenschweine" beschimpfte. Die Nachricht beendete er mit einem "Sieg Heil". Die Polizei konnte den Wiener schließlich ausforschen.

Am Mittwoch stand der 49-Jährige vor Gericht, musste sich wegen gefährlicher Drohung, schwerer Nötigung und Verleumdung verantworten. Er war geständig, das Urteil fiel milde aus. Er bekam ein Jahr bedingte Haft mit einer Probezeit von drei Jahren. Lässt er sich in dieser Zeit nichts zu Schulden kommen, bleibt ihm das Gefängnis erspart. (min)

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