Wien

Fünf Küken geschlüpft

Nachwuchs für Decken-Tokos in Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn freut sich über Zuwachs: Die fünf Küken der Decken-Tokos Zazu und Uzuri, die Ende Juni geschlüpft sind, sind nun erstmals zu sehen.
Es ist eine kleine Sensation: Erst im Vorjahr sind die frischgebackenen Eltern Zazu und Uzuri ins neu eröffnete Ostafrikahaus im Tiergarten Schönbrunn eingezogen. Und schon haben sie für Nachwuchs gesorgt – und zwar gleich für fünffachen.

Geschlüpft sind die Küken schon Ende Juni, für die Besucher zu sehen sind sie aber erst seit Kurzem. Der Grund dafür liegt in der spannenden Aufzucht. "Die Tokos haben die Öffnung ihres Nistkastens so weit mit Erde und Obstbrei zugemauert, bis nur noch ein Spalt offen geblieben ist. Durch diesen ist das Weibchen in den Nistkasten geschlüpft, hat Eier gelegt und diese etwa vier Wochen lang bebrütet. Das Männchen hat die Mutter und später auch die Jungvögel durch den Spalt mit Nahrung versorgt. Durch den Spalt hat sie auch den Kot aus dem Nest befördert, um es sauber zu halten. Nach zwei Monaten hat sie die Höhle verlassen und ab dann haben beide Elternteile Nahrung für die Küken beschafft, bis die Kleinen ausfliegen konnten", erklärt Tierpflegerin Irene Greter.

Fünflinge auch für Zoo überraschend



Meist legen Decken-Tokos zwei bis vier Eier, deshalb war die Überraschung groß, als die fünf kleinen Vögel schlüpften. Groß war natürlich auch Freude.

Aufgrund der unterschiedlichen Schnabelfarbe (Männchen Zazu hat einen strahlend gelben Schnabel, der Schnabel von Uzuri hingegen ist schwarz) sind Weibchen und Männchen bei den Decken-Tokos, die zur Familie der Nashornvögel zählen, einfach zu unterscheiden. Die Jungtiere sind an ihren leuchtend blauen Augen erkennbar.



(Quelle: Tiergarten Schönbrunn)

Jagd-Gesellschaft mit Zwergmangusten

Heimat der Decken-Tokos, die nach dem Afrika-Forscher Baron Karl Klaus von der Decken benannt sind, sind die Savannen Ostafrikas. Dort setzen sie auf Teamarbeit mit den Südlichen Zwergmangusten, mit denen sie auch im Tiergarten eine Wohngemeinschaft bilden. "Die Tokos schnappen sich die Insekten, die die Zwergmangusten aufscheuchen. Im Gegenzug warnen sie die Mangusten vor Greifvögeln", erklärt Tierpflegerin Greter.

Im Tiergarten stehen Heimchen, Mehlwürmer, Heuschrecken und Zophobas auf dem Speiseplan. "Zazu ist so ein fürsorglicher Vater, dass er seinen Jungtieren noch immer Insekten reicht, obwohl sie schon selbst fressen", schmunzelt Greter. (lok)

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