Wien

Bürgerinitiative meldet sich zu Wort

Streit um 13A: Offener Brief an Vassilakou & Sima

Bild: Kein Anbieter/7*Viertel
In der Debatte um die optimale Lösung hinsichtlich der alternativen Linienführung der 13A hält die Bürgerinitiative "7*Viertel" die Stiftgasse für die beste Option.
Der offene Brief der Initiative "7*Viertel" (Anm. d. Red. Siebenstern Viertel) – verfasst von Silvio Heinze, Thomas Rilk und Konstanze Thau – wendet sich explizit an die Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne), Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SP), den Neubau-Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) und Geschäftsführer der Wiener Linien Günter Steinbauer.

Das Schreiben ist ein Appell an die Adressaten – insbesondere Vassilakou und Sima – mit den betroffenen Anrainern, Geschäftstreibenden und Öffi-Nutzern in den Dialog zu treten, um die beste Lösung zu finden. Im Namen dieser Gruppen schlägt die Bürgerinitiative die Stiftgasse nicht nur als die beste, sondern auch als einzige Alternativroute vor.

Argumente für die Stiftgasse

" – Die Stiftgasse hat sich in der Vergangenheit bewährt und ist damit erprobt.

– Im Gegensatz zur Neubaugasse und Zollergasse ist die Stiftgasse breiter und bereits zweispurig. Ein Umbau ist somit hinfällig und erhebliche Kosten werden dadurch gespart.

– Die Frequenz ist erheblich geringer im Vergleich zur Neubaugasse. Im betreffenden Abschnitt befinden sich keine Schulen oder Kindergärten.

– Mit der Stiftgassenführung wird der östliche Bereich des Bezirks (untere Mariahilferstraße) angebunden."

Argumente gegen die Neubaugasse

" – Dauerstau ist vorprogrammiert.

– Durch die Doppellinienführung auf der Neubaugasse entsteht auch eine doppelte Lärm- und Abgasbelastung.

– Die Doppellinienführung bringt hohes Gefahrenpotenzial. Allem voran durch die hohe Passantenfrequenz.

– Kreuzung Westbahnstraße/Siebensterngasse wird zum Nadelöhr wegen der Doppelführung und des zusätzlichen Baustellenverkehrs zusätzlich zur Straßenbahnlinie 49"

Argumente gegen die Zollergasse

" – Zu eng

– Baustellenverkehr teilt sich eine Fahrbahn mit dem Bus

– Erhebliche Baumaßnahmen und Umgestaltung des Siebensternplatzes"

Weitere Maßnahmen

Die Initiative betont, dass die Linienführung des 13A nicht bloß auf ein verkehrstechnisches Problem zu reduzieren sei. Die Entscheidung würde großen Einfluss auf die Lebensqualität der Anrainer nehmen, immerhin müssen Betroffene einen Teil des Alltags für die nächsten sieben Jahre "neu organisieren".

Deswegen wird auch gefordert:

" – Verlegung der Baustellencontainer in der Stiftgasse in das letzte Geschoss bzw. Dach der Stiftgarage.

– Umrüsung der 13A-Autobusflotte und der Nachtbuslinie N49 auf E-Betrieb bis 2020/21.

– Schaffung von Begegnungszonen und Gesamtkonzept für den öffentlichen Verkehr im Siebensternviertel."

Unterstützung von allen Seiten

Die Neubauer Bezirksvertretung, so heißt es im Schreiben, hat auch parteiübergreifend (Grüne, SP, VP und FP) Zuspruch erhalten. Gewerbetreibende und Geschäftsleute des Viertels würden ebenfalls voll und ganz hinter den Forderungen der Bürgerinitiative 7*Viertel stehen.

(bai)

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