Tirol

Keine Piercings erlaubt

Gymnasium schreibt Schülern die Frisur vor

Piercing und Haargel verboten.
Bild: Kein Anbieter/iStock, zVg
An einer Schule in Zell (Tirol) sind Schuluniformen Pflicht. Doch das ist nicht alles. Auch beim Haarschnitt gibt es strikte Regeln.
Zerrissene Jeans, trendige Shirts und die neuesten Sneaker - das ist im neuen Bundesoberstufenrealgymnasiums (BORG) in Zell nicht erlaubt. Dort herrscht nämlich Uniform-Pflicht. Am Montag spazierten alle 21 Schüler im selben Outfit in die Schule.

Wie "tt.com" berichtet, ist das aber nicht die einzige Vorschrift, die die Schüler zu befolgen haben. Es gibt klare Regeln, welcher Haarschnitt erlaubt ist und welcher nicht. So wird von "Knaben" ein Kurzhaarschnitt erwartet. Das Wachsenlassen ist während des Unterrichtsjahres nicht erlaubt.

Mädchen dürften zwar lange Haare tragen, aber nur solange sie ihnen nicht ins Gesicht fallen. "Gezopftes, hochgestecktes oder zusammengebundenes Haar" ist erlaubt.



Auch was die Pflege betrifft, haben die Schüler Vorschriften, die sie einhalten müssen. So muss man seine Haare häufiger waschen, wenn diese zu fetten oder zu Schuppenbildung neigen. Mädchen dürften kein Haargel verwenden, da die Haare sonst ungepflegt und unhygienisch wirken würden. Haarfarben sind zwar erlaubt, jedoch nur solange sie nicht auffällig sind. Ein "langer Nachwuchs" sei zu vermeiden.

Keine Beschwerden

Wer Piercings hat oder vorhatte, sich demnächst eines machen zu lassen, der muss auf den Körperschmuck verzichten. Denn Piercings sind in der Schule verboten.

Grund für die strengen Regeln: Das Gymnasium befindet sich im Gebäude der Zillertaler Tourismusschulen. "Die Gymnasiasten lernen mit den Tourismusschülern unter einem Dach. Es könnten Keime am Gang übertragen werden", erklärt Direktor Bernhard Wildauer gegenüber "tt.com". Hygiene würde in dem Gebäude an oberster Stelle stehen.

Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Ordnungsstunden rechnen. Beschwerden seitens Eltern hat es laut Bericht bislang keine gegeben. (slo)

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