Steiermark

Weil er Schulden hatte

Angestellter hat Überfall auf Wettlokal erfunden

Nächtlicher Polizeieinsatz in Graz (Symbol).
Bild: Kein Anbieter/Erwin Scheriau, picturedesk.com
Wie sich knapp einen Monat nach einem Überfall auf ein Grazer Wettcafé herausstellte, war dieser vom Mitarbeiter bloß fingiert.
Wie berichtet, zeigte ein Angestellter eines Wettlokals am 23. Juli einen Raubüberfall an. Er gab an, von zwei Männern überfallen und mit einem Messer verletzt worden zu sein. Eine Fahndung durch die Polizei blieb erfolglos. Mit der Beschreibung, die das angebliche Opfer lieferte, wurde auch ein Phantombild angefertigt und dieses veröffentlicht.

Jetzt nimmt der Fall eine überraschende Wende, denn wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Dienstag mitteilt, war der Überfall frei erfunden. "Nun konnten Raubermittler des LKA Steiermark den Fall klären. Der 31-Jährige fügte sich die Schnittverletzungen selbst zu", so die Polizei.

Konnte Schulden nicht bezahlen

Der Wettlokal-Angestellte zeigte sich geständig. Er habe den Raub vorgetäuscht und sich die Schnittverletzungen selbst mit einem Küchenmesser hinzugefügt. Der Grund: Er hat hohe Wettschulden und konnte das Geld bei der Abrechnung nicht mehr aus eigenen Mitteln begleichen, weshalb er lieber einen Überfall vortäuschte.

Der 31-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Graz zur Anzeige gebracht.

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(red)

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