Salzburg

Sturzflut und Muren

Hunderte Menschen sitzen nach Unwetter fest

Die Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern bei Saalbach-Hinterglemm laufen auf Hochtouren. Rund 300 Menschen sitzen immer noch im Tal fest.
Die heftigen Unwetter mit Muren und Hochwasser haben am Donnerstag in Salzburg schwere Schäden angerichtet. Besonders das Glemmtal (Pinzgau) von Saalbach-Hinterglemm bis Maishofen wurde schwer getroffen. Hier musste in mehreren Orten der Zivilschutzalarm ausgelöst werden, nachdem die Saalach über die Ufer getreten war.

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Auch die Glemmtaler Straße wurde stellenweise von den Fluten weggerissen, bis zu 300 Personen sind im Talschluss von der Außenwelt abgeschnitten – mittlerweile besteht aber Telefonkontakt mit den Eingeschlossenen.

Die von der Außenwelt abgeschnittenen Personen mussten entgegen ersten Befürchtungen doch nicht evakuiert werden, wie das Land Salzburg am Freitagvormittag via Facebook mitteilte. "Es besteht keine Gefahr für die 200 bis 300 Personen. Und im Laufe des Tages werden wir die Straße wieder frei bekommen", erklärte Monika Vogl von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. Seitens der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm hofft man ab frühestens 15 Uhr, die Straße soweit wieder hergerichtet zu haben, dass sie wieder einspurig befahrbar ist.

Video: Einsatzleiter Fritzenwanger zur Lage in Salzburg

(Quelle: APA/ORF)




Trotz des dramatischen Ausmaßes der Verwüstungen gab es auch gute Neuigkeiten. Bislang gibt es in Salzburg keine Meldungen über Vermisste, Verletzte, oder gar Todesopfer. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen", wird der Saalbacher Bürgermeister Alois Hasenauer (ÖVP) in einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" zitiert. Ein ähnliches Unwetter hätte 1987 weitaus größere Schäden angerichtet, doch die mittlerweile verstärkte Verbauung der Bäche hätte Schlimmeres verhindert.

Trotzdem sind die Feuerwehren auch am Freitag noch im Dauereinsatz, müssen zahlreiche überflutete Keller und Tiefgaragen trockenlegen. Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger bezeichnete die Schäden als "massiv".

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(red)

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