Salzburg

Wehen setzten ein

Fruchtblase geplatzt, ÖBB "schneller als der Storch"

Die ÖBB. Neuerdings sogar "schneller als der Storch".
Bild: Kein Anbieter/ÖBB/Harald Eisenberger
Schreck im ÖBB Railjet nach Salzburg. Bei einer Frau setzten die Wehen ein, die Fruchtblase war auch schon geplatzt.
Geburtsort: ÖBB-Zug. Das hätten die Standesbeamten fast in die Geburtsurkunde eines Neugeborenen in Salzburg eintragen müssen.

Bei einer hochschwangeren Frau im Railjet 60 (von Budapest nach München) platzte nämlich kurz vor Neumarkt-Köstendorf (Flachgau) die Fruchtblase. Besonders beunruhigend: Auch die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen.

"Ist zufällig ein Arzt oder eine Hebamme an Bord?", tönte es aus den Lautsprechern. Die Zugbegleiter suchten nach Helfern - und fanden sie. Eine Ärztin eilte der werdenden Mutter zu Hilfe.

Nächster Halt: Spital

Zum Äußersten kam es jedoch nicht: Der ÖBB-Zug erhielt die Erlaubnis zum Gas geben. Die Strecke wurde freigegeben und so konnte der Lokführer so schnell wie nur möglich nach Salzburg rasen.

"Schneller als der Storch"

"Über die ÖBB-Verkehrsleitzentrale in Salzburg wurde die Rettung alarmiert, um auf jeden Fall schneller als der Storch zu sein", formulierten es die Bundesbahnen in einer Aussendung.

Als der Zug dann in Salzburg am Bahnsteig einfuhr, warteten bereits die Sanitäter des Roten Kreuzes und nahmen die Schwangere in Empfang. Um 13 Uhr traf sie im Salzburger Landeskrankenhaus ein.

Das Baby kam noch am Nachmittag kerngesund zur Welt: "Mutter und Kind sind wohlauf", bestätigte Spitalssprecherin Mick Weinberger. Und der frischgebackene Vater? Der reiste ebenfalls am Nachmittag an. Ob auch er mit dem Zug kam, ist nicht bekannt. (red)

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