Politik

Veranstalter getäuscht

"Rechtsextremisten-Kreuzfahrt" wird abgesagt

Die Rechtsextremisten-Kreuzfahrt wurde jetzt vom Veranstalter abgesagt. (Im Bild: die Donau bei Haimburg, wo das Kreuzfahrtschiff ebenfalls vorbeigekommen wäre)
Bild: Kein Anbieter/picturedesk.com
Jene Donau-Schifffahrt, zu der eine kanadische Plattform internationale Rechtsextremisten eingeladen hatte, soll jetzt doch nicht stattfinden.
Die für Juni 2019 anberaumte "Rechtsextremisten-Kreuzfahrt" auf der Donau wurde jetzt vom Veranstalter abgesagt. Das ließ der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) am Mittwoch Medienvertreter wissen, nachdem er sich zuvor mit dem Veranstalter der Kreuzfahrt in Verbindung gesetzt hatte.

Dieser beteuert selbst Opfer einer Täuschung geworden zu sein und will von dem "politischen Hintergrund" der Aktion nichts gewusst haben. Aus diesem Grund habe sich der Veranstalter jetzt dazu entschlossen, die Schifffahrt "aus Sicherheitsgründen" doch nicht abhalten zu wollen.

Kanadische Plattform lud Rechtsextremisten nach Österreich ein

Die Kreuzfahrt hätte eigentlich Rechtsextremisten verschiedenster Nationen quer durch Österreich schiffen wollen, nach Bekanntwerden dieses Vorhabens hatte aber schnell massive Kritik eingesetzt ("Heute" berichtete).

Unter anderem wurde die kolportierte Ladungsliste des Events kritisiert, mit der die kanadische rechtsaußen Internet-Plattform "The Rebel Media" einige der namhaftesten und meist verurteilten Rechtsextremisten der Erde nach Österreich locken wollte.

Auch eine mögliche Anreise des britischen Rechtsradikalen Tommy Robinson war diskutiert worden, der erst kürzlich zuvor aus einem britischen Gefängnis entlassen worden war.

Ziel der abgesagten Reise wäre Budapest gewesen, die Kosten der Reise hätten ohne Flug bereits stolze 2.350 Euro betragen sollen. (mat)

; Akt: