Niederösterreich

Sankt Pölten

Drei Schwerverletzte bei Zug-Crash in St. Pölten

Nach dem Zugunglück in Sankt Pölten-Völlerndorf mit drei umgestürzten Waggons, konnte um 9.15 Uhr der letzte Verletzte von der Unfallstelle abtransportiert werden.
Rund acht Kilometer von der St. Pöltner City entfernt, in Völlerndorf, ereignete sich Dienstagfrüh kurz nach sieben Uhr ein schwerer Zugunfall: Eine Garnitur der "Himmelstreppe", also der Mariazellerbahn, mit zwei aneinandergehängten Triebwägen entgleiste aus noch unbekannter Ursache und stürzte auf ihrem Weg Richtung Landeshauptstadt kurz vor der Pielachbrücke um. Drei Waggons kamen auf der Seite zum Liegen. Im Zug befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks rund 80 Personen.

Insgesamt 30 Verletzte

Drei Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt und nach der Erstversorgung mit Rettungshubschraubern in die Spitäler Sankt Pölten und Amstetten geflogen. 27 Menschen erlitten leichte Blessuren. Die Kinder, die sich in der Bahngarnitur befanden – sie dürften im Zuge der letzten Schulwoche zu einem Ausflug unterwegs gewesen sein – wurden vom Roten Kreuz psychologisch betreut und anschließend von den Angehörigen abgeholt. Um 9.15 Uhr wurde der letzte Verletzte abtransportiert.



Bei Ankunft der Feuerwehr vor Ort seien einige Passagiere auf den Waggons gesessen, die Einsatzkräfte hielten die Insassen an, die Waggons nicht zu verlassen, weil auch die Oberleitung beim Crash beschädigt wurde, schildert Feuerwehrsprecher Franz Resperger im "Heute"-Gespräch. Die Leitung musste erst stromlos geschalten und geerdet werden, bevor mit der Rettung begonnen werden konnte.



Vom Bahnbetreiber, der NÖVOG, wurde indes ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, ebenso wie zwei Sammelzentren – auch für Angehörige der Opfer. Ganz reibungslos dürfte die Organisation allerdings nicht verlaufen. Unverletzte Pendler berichten davon, dass die Haltestelle für die Ersatzbusse schlecht ausgeschildert sei, einige machen sich nun zu Fuß auf den Weg nach St. Pölten.



Auch der Polizeihubschrauber kreist über der Unfallstelle.

"Die Unverletzten wurden einstweilen ins Feuerwehrhaus Gerersdorf gebracht", so Resperger. Rund 50 Florianis sowie dutzende Sanitäter stehen im Einsatz, 14 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und drei Hubschrauber.



"An der Aufklärung der Ursache wird gearbeitet", heißt es seitens der NÖVOG, die die Mariazellerbahn betreibt. Die Strecke ist gesperrt.

(nit)

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