Niederösterreich

Klosterneuburg

Spaziergänger mit Hunden begegnete Wölfen

Angespannte Situation in Höflein, einer Katastralgemeinde von Klosterneuburg: Ein Spaziergänger war mit seinen beiden Hunden unterwegs, als plötzlich zwei Wölfe vor ihnen vorbeiliefen.
Seit Mitte Juli werden in und um Klosterneuburg (Bezirk Tulln) Wolfsaktivitäten dokumentiert. Es kam zu Schaf- und Ziegenrissen in den Katastralgemeinden Kierling und Gugging, ein paar Kilometer weiter, in Hadersfeld und Höflein wurden ebenfalls gerissene Nutztiere gefunden – "Heute" berichtete. "Seit Juli kommt es zirka im 10-Tages-Rhythmus zu Rissen", so Hegeringleiter Hans Matzinger auf "Heute"-Anfrage.

Wolfsspur gesichert

Der letzte, nicht ungefährliche Zwischenfall ereignete sich an den Feiertagen zu Allerheiligen in Höflein: Robert K. (45), Schwiegersohn von Fußball-Star Herbert Prohaska, war mit seinen beiden Mischlingen unterwegs, als plötzlich zwei Wölfe wenige Meter vor ihnen vorbeihuschten. "Sie sind mit einem irren Tempo vorbeigelaufen, die Hunde sind völlig ausgezuckt", berichtet K. im "Heute"-Gespräch. Zeit für ein Foto war demnach keine, nach einem kurzen Schreckmoment ging der 45-Jährige seine Gassirunde weiter. "Ich kann nicht beschwören, dass es ein Wolf war, aber kurz zuvor wurden dort vom Wolf Schafe gerissen und es war weder ein Fuchs, noch ein Reh", erzählt er.

"Auch in Kirchbach (Anm.: eine Katastralgemeinde von St. Andrä-Wördern; grenzt an Klosterneuburg) wurden drei Wölfe gesichtet", berichtet Matzinger, der die Aktivitäten penibel dokumentiert. Auch eine Wolfsspur konnte er Ende September in Maria Gugging sichern (siehe Fotos).

"Wolf muss zurückgedrängt werden"

Der designierte Präsident der nö. Landwirtschaftskammer, Johannes Schmuckenschlager (VP), zeigte sich am Wochenende bei einer Veranstaltung in Klosterneuburg-Kierling besorgt: "Der Wolf muss zurückgedrängt werden, sonst kann es keine Weidehaltung geben."

(nit)

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