Burgenland

An burgenländischen Schulen

Film "Die Welle" wird vorerst nicht mehr gezeigt

Screenshot aus dem Film "Die Welle" aus dem Jahr 2008.
Bild: Kein Anbieter/Screenshot
Nachdem eine Gruppe von Schülern "Die Welle" nachgespielt hatte, entschied der Landesschulrat den Film vorläufig nicht mehr im Unterricht zu zeigen.
Schüler einer Neuen Mittelschule im Burgenland wurden wegen Wiederbetätigung angezeigt. Sie spielten in den Pausen an der Schule "Die Welle" nach. Eine Lehrerin hatte mit den Viertklässlern das Buch besprochen und den Film mit ihnen angesehen – in dem Glauben, die 13- bis 14-Jährigen hätten den Inhalt begriffen.

Doch das Gegenteil war der Fall. Eine Gruppe von Schülern samt Rudelführer hatte daraufhin begonnen, Szenen nachzuspielen. Sie schlüpften in Rollen von SS-Männern und Juden. Der Fall wurde nun öffentlich.

Pädagogisches Konzept überdenken

Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Auch der Landesschulrat ergreift jetzt Maßnahmen. Laut einem "orf.at"-Bericht möchte man das pädagogische Konzept des Filmes von Regisseur Dennis Gansel, der auf dem Buch von Morton Rhue beruht, evaluieren. "Wir haben uns sofort natürlich mit dem Verfassungsdienst zusammengesetzt. Nachdem das passiert ist, haben wir einmal beschlossen, dass wir das pädagogische Konzept für diesen Film und was im Unterricht passiert, nach Analyse und nach Abschluss dieses Verfahrens, genau anschauen", wird Heinz Josef Zitz zitiert.

Der Roman "Die Welle" basiert auf einem wahren Experiment aus den USA, wo der Geschichtslehrer Ron Jones seinen Schülern 1967 zeigen wollte, wie leicht es ist, sich von den Ideen der Nationalsozialisten beeinflussen zu lassen. Das Experiment hatte schlimme Folgen, die der Film auch zeigt. Leider dürfte das jene Schülergruppe nicht richtig verstanden haben.

Hier der Trailer:



Die Bilder des Tages:



(red)

; Akt: