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Mensch trifft Maschine

Wie schlau ist dieser humanoide Roboter?

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"20 Minuten" hat Roboter Sophia getroffen und mit der Maschine über ihre Vision, Intelligenz und Gefühle geplaudert. Ein Gespräch mit Hürden (Video: 20 Minuten/Stevan Bukvic)
Die Kollegen von "20 Minuten" haben Roboter Sophia getroffen und mit der Maschine über ihre Vision, Intelligenz und Gefühle geplaudert. Ein Gespräch mit Hürden.
Ein Interview mit einem Roboter vorzubereiten, ist nicht einfach. Was fragt man eine Maschine überhaupt? Und: Wie wird sie auf die Fragen wohl reagieren?

Entwickelt wurde Sophia von Hanson Robotics, einer Firma aus Hongkong. Erstmals aktiviert wurde sie im Jahr 2015. Heute ist das Modell Sophia der Superstar der humanoiden Roboter. Bekannt wurde es auch, weil es seit Ende 2017 die Staatsbürgerschaft von Saudi-Arabien besitzt und schon dem charismatischen Hollywood-Star Will Smith die kalte Schulter zeigte. Auch trat die Maschine an einem Anlass der Vereinten Nationen auf.

Die blinkende Mimik

Das Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten" hat Sophia in Zürich zum Interview getroffen. Das Gespräch war kurz und faszinierend. Die Mimik wirkt teilweise täuschend menschlich, obwohl es am Hinterkopf gleichzeitig blinkt und rattert. Das aber wieder so abstrakt, dass es echt gruslig ist – das "Uncanny Valley" lässt grüßen.

Auch wenn der Eindruck entstehen kann, dass Sophia sehr schlau lebensecht und schlagfertig ist, ist es doch gleichzeitig ebenso eine gute Illusion. Sophia ist ein ausgeklügelter Mix aus künstlicher Intelligenz (KI), Chatbot und Robotik.

Die Antworten waren pointiert, eloquent, ja sogar amüsant. Das lag aber auch daran, dass vor Ort zwei Techniker für den Roboter zuständig waren – und der Hersteller von "20 Minuten" verlangte, dass vorab alle Fragen in schriftlicher Form eingereicht werden. Später einigte man sich darauf, dass am Schluss des Interviews drei Fragen spontan gestellt werden dürfen. Im Video sind das die Leserfragen, bei denen Sophia haderte und teilweise eher wirre Antworten gab.



KI mit Theater

Der Hersteller Hanson Robotics wollte gegenüber "20 Minuten" leider keine Fragen zu Sophia beantworten. Zur Newsplattform Qz.com sagte Ben Goertzel, der CTO der Firma, dass hinter Sophia viel echte KI-Forschung stecke, die gleichzeitig aber auch mit einer Menge theatralischer Elemente vermischt werde.

Und: Eigentlich ist es auch egal, wie viel Intelligenz tatsächlich unter Sophias künstlicher Schädeldecke steckt. Die Maschine bietet so oder so genügend Gesprächsstoff und regt Zuschauer dazu an, über die Zukunft und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine nachzudenken.

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(tob/20 Minuten)

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